Ampel der Zukunft

Bayern entwickelt die Lichtsignalanlage der Zukunft

Für sichere und
flüssige Mobilität
Mehr Verkehrssicherheit und ein besserer Verkehrsfluss – dafür müssen proaktiv Neuerungen entwickelt und unter realen Bedingungen getestet werden. Dies schafft valide Daten für die Digitalisierung der Straßeninfrastruktur über die Akzeptanz der Verkehrsteilnehmer, über Probleme durch Umwelteinflüsse und für die Feinabstimmung der Sensorik. Daraus lassen sich gezielte Empfehlungen und Kriterien für die StBÄ zu technischen Anforderungen sowie anfallenden Kosten ableiten.
Smarte Ampeln mit KI

Sichere Kreuzungen und intelligenten Verkehrsfluss

Das Ziel ist, Erkenntnisse für einen möglichen, bayernweiten Einsatz der Technologie zu gewinnen.
Insbesondere Stellen mit häufigen (Rechtsabbiege-)Unfällen sollen damit sicherer, der Radverkehr gestärkt werden. An einer für Bayern repräsentativen Kreuzung in Landshut / Essenbach testet der Freistaat innovative Technologien mit Künstlicher Intelligenz bei der Ampelsteuerung:

  • Priorisierung für Einsatzfahrzeuge Blaulichtpriorisierung
  • Intelligente Abbiegeassistenten
  • Grünzeitprognosen und Priorisierung für Radverkehr
  • Automatische Grünphasenanpassungen durch Kameraerfassung und kontaktlose Taster

Digital, sicher, zukunftsorientiert

Verkehrssicherheit und Digitalisierung durch praxisnahe Innovationen
Feuerwehr

Freie Fahrt für die Feuerwehr:
Ampeln reagieren auf Blaulicht

Einsatzfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Essenbach können mit der Ampel kommunizieren, eine Grünphase aktiv anfordern. Die sogenannte Blaulichtpriorisierung macht den Weg für die Feuerwehr frei, wartende Autos können wegfahren. Alle anderen Verkehrsteilnehmer bekommen zeitgleich rot, um Unfallpotenziale zu verringern.
Radfahrer

Kamera-KI erkennt Radfahrer und warnt nur bei tatsächlicher Gefahr

Ein Kollisionswarner erhöht die Sicherheit an der Kreuzung für den Auto-, Lastwagen- und Radverkehr. Das System wird von einem Kameradetektor mit KI gesteuert und ist nur bei Gefahr – wenn sich ein Radfahrer nähert – aktiv. Eine Gewöhnung an das (bisher ständige) orange Blinklicht am Ampelmast wird vermieden.
KI-gestützt

KI-gestützte Radarsäule sorgt für flüssigen und sicheren Radverkehr

Per Radarsensor ermittelt eine intelligente Säule an der St 2615 (vormals B 15) etwa 100 Meter vor der Kreuzung die Geschwindigkeit der Radfahrer. Sie signalisiert daraufhin, wie dieser seine Geschwindigkeit anpassen müsste, um die Ampel (noch) bei Grün zu erreichen. Darüber hinaus kann mittels eines Radardetektors die Grünphase für den Radverkehr bei Annäherung an die LSA verlängert werden.
Ampel denkt mit KI

KI revolutioniert die Steuerung
von Fußgängerampeln

Neueste Kameratechnik mit KI erkennt außerdem, ob Fußgänger die Straße überqueren möchten. Die Kamera fordert automatisch die Grünphase an, die sich für langsame Fußgänger, etwa Menschen mit Mobilitätseinschränkung, sogar verlängert. Zudem können Fußgänger über Radartaster kontaktlos Grün anfordern, eine Handbewegung zehn bis 50 Zentimeter über dem Taster reicht. Die LSA sind an die LStZ angeschlossen. Die Prozessdaten aller Sensoren, der Signalphasen und der Verkehrszahlen können somit erfasst werden. Die Besonderheit des Projektgebietes erlaubt längerfristig die Bewertung der Techniken unter variierenden Umfeldbedingungen.

Natürlich ist der Datenschutz gewährleistet. Es werden keine Personen identifiziert und keine Kennzeichen erfasst.

Projekte

Mobilitätsprojekte in Bayern

Seit 2015 Aufbau der Lichtsignalsteuerzentrale
Rund 3.000 Lichtsignalanlagen in der Verantwortung des Freistaates Bayern
97,5 % dieser LSA sind leistungsfähig