
In Bayern befinden sich rund 3.000 LSA in der Baulast des Freistaates Bayern. Um diese Anlagen auf Schwachstellen im allgemeinen Verkehrsfluss zu untersuchen, werden GPS-Daten bewegter Fahrzeuge (FCD) verwendet. Sie spiegeln den Verkehrsablauf im Straßennetz wider, wodurch Unregelmäßigkeiten im Verkehrsfluss übersichtlich dargestellt werden können.
Die LSA-Schwachstellenanalyse nutzt diese anonymisierten FCD aus einem Umkreis von 100 Metern zum Mittelpunkt einer Straßenkreuzung. Daraus werden Verlustzeiten aller Fahrbeziehungen (sog. Bewegungspfade) an einer signalisierten Kreuzung berechnet und auf die Gesamtanzahl der Fahrten normiert. Die Einstufung der Verkehrsqualität erfolgt auf Basis der Gesamtbetrachtung der Kreuzung. Weisen die Verlustzeiten Werte über einer bestimmten Toleranzschwelle auf, so gilt diese LSA als nicht leistungsfähig und wird als Schwachstelle gekennzeichnet.
Ziel beim Betrieb der Lichtsignalanlagen (LSA)
Kurze Wartezeiten für alle Verkehrsteilnehmer und ein stabiler Verkehrszustand (Qualitätsstufen A–D).



Ab 2025 soll abweichend zu den vergangenen Jahren eine interne Analysemöglichkeit für den Freistaat Bayern geschaffen werden. Damit sind jährliche oder sogar unterjährige Schwachstellenanalysen für die StBÄ möglich. Zudem können bei Bedarf monatliche, wöchentliche und gar tägliche Untersuchungen der signalisierten Kreuzungen durchgeführt werden. So ist unmittelbar ein Vorher-/Nachher-Vergleich einer Maßnahme möglich.
Als Grundlage dafür soll eine referatsinterne Online-Plattform mit Echtzeitdaten implementiert werden. Perspektivisch können nach dem Aufbau der Plattform die Daten in die Verkehrsanalyse Bayern einfließen. Auch erweiterte Anwendungsfälle sind denkbar, so etwa eine Untersuchung, ob die LSA-Qualität mit den Unfallhäufigkeiten an Kreuzungen korreliert.
Das Projekt ist als Daueraufgabe konzipiert, die nach der RiLSA zyklisch im 4-Jahres-Turnus wiederholt wird. Im Freistaat Bayern wurde die erste Schwachstellanalyse bereits für das Jahr 2012 durchgeführt.