Verkehrsdatenmanagement

Verkehrsdaten intelligent managen – Mobilität effizient steuern

Traffic Insights Bayern
Das Verkehrsdatenmanagement erfasst, verarbeitet und analysiert Verkehrsmengen mit dem Ziel eine effektive Verkehrsplanung und -steuerung zu ermöglichen. Innovative Technologien und Methoden schaffen jährlich eine präzise Datenbasis. Diese ist Fundament für die Verkehrsstatistik, Referenz für das Landesverkehrsmodell (LVM) und Teil des Bayerischen Straßeninformationssystems. Die wirtschaftliche Fortschreibung und nachhaltige Optimierung liefert kontinuierlich auswertbare Verkehrsdaten.
Verkehrsdatenmanagement

Modernes Monitoring
seit 2014

Das Verkehrsdatenmanagement (VDM) wurde 2014 als Ersatz der bundesweiten 5-Jahres-Zählung gestartet und erfasst, verarbeitet und analysiert Verkehrsmengen in Bayern. Die Staatlichen Bauämter betreuen Bundes- und Staatsstraßen, Landkreise in der Regel die Kreisstraßen. Das Referat Verkehrsmanagement unterstützt organisatorisch bei allen Aufgaben.
Datenanalyse

Datenbasiert Verkehrsflüsse überwachen und verbessern

Zur Verarbeitung und Analyse der gesammelten Verkehrsdaten gehen die DTV-Werte und die Kennwerte in die Verkehrsdatenbank ein. Aus den gesammelten DTV wird die Gesamtjahresfahrleistung (JFL) auf den Straßen in der Bundesrepublik Deutschland getrennt nach Fahrzeugarten und Straßenklassen ermittelt. Diese Kenngrößen der SVZ und deren Veränderung dienen der Überwachung und Optimierung der Verkehrsflüsse, der Verbesserung der Verkehrssicherheit und der Entwicklung nachhaltiger Verkehrslösungen. Die Arbeit mit Mustererkennung, Vorhersagemodellen, die Identifizierung von Engpässen und (zukünftigen) Schwachstellen ist Aufgabe des VDM. Der Datenschutz und der Schutz der Daten werden großgeschrieben.
Ausblick

Nachhaltiger, wirtschaftlicher, effizienter – Ziele des VDM

Ein erklärtes Ziel des VDM ist es, den laufenden Betrieb aufrecht zu halten. Durch kontinuierliche Optimierung und Qualitätssicherung werden die betriebsinternen Dienstleistungen laufend nachhaltiger, wirtschaftlicher und effizienter gestaltet. Umstrukturierungen, Umstellung von Messstellen und weniger Personalaufwand fangen Kostensteigerungen ab. Herausforderungen liegen in der Interoperation von Datensystemen, knappen Ressourcen und schrittweiser Finanzierung. Sie werden kurz- und mittelfristig angegangen.

So konnte etwa durch die Einteilung in Qualitätsstufen die Datenqualität der automatischen DZ deutlich gesteigert werden. Trotz der raschen Entwicklung der Video-, Laser- und Radartechnik ist – Stand 2026 – die Erfassung durch Induktivschleifen bei der Langzeitdatenerhebung nach wie vor die bevorzugte Variante, da sie ausgesprochen zuverlässig qualitativ hochwertige Ergebnisse liefert. Sobald die Kamera-Anlagentechnik ausgereift und zugelassen ist, ist die vollumfängliche Umstellung manueller Zählstellen auf automatisierte Zählung geplant. Externe Zähl-Dienstleister werden dann nicht mehr gebraucht, intern könnte man die Zählzeiten ausweiten und zudem besser steuern. Dies würde die zeitnahe Erfassung der Verkehrsdaten verbessern und die Datenqualität laufend auf wirtschaftliche Weise optimieren.

Angesichts veränderter gesetzlicher Vorgaben wird der DTV-Jahresmittelwert inzwischen durch Echtzeitdaten über acht Fahrzeugarten (Abb. 1) ergänzt. Das Fünf-Jahres-Ziel wäre, an jeder Zählstelle kontinuierlich auswertbare Verkehrsdaten zu erheben.

Amtliche Verkehrsdaten als präzise Basis für die Verkehrsstatistik und das LVM
Bis zu 5 Mio Einzelfahrzeuge pro Tag erfasst
Rund 9.500 Zählstellen in Bayern
Bayerns Mobilität von morgen

In den LBD-Projekten werden gemeinsam mit Partnern aus Verwaltung, Forschung und Wirtschaft innovative Verkehrslösungen entwickelt, Technologien auf Effizienz geprüft und geeignete Konzepte bis zur Marktreife geführt.