
Bayern gilt als eine der führenden Radreisedestinationen in Deutschland. Mit seinem landschaftlichen Reichtum, kulturellen Highlights und einer vorbildlichen Radverkehrsinfrastruktur zieht der Freistaat jedes Jahr Millionen Radfahrer an. Der Radverkehr hat sich nicht nur im Tourismus, sondern auch im Alltagsverkehr als wichtige Säule nachhaltiger Mobilität etabliert. Ein gut ausgebautes Radwegenetz reduziert den motorisierten Individualverkehr, entlastet Straßen und verbessert die Umweltbilanz.
Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, hat die Bayerische Staatsregierung zunächst die Initiative Bayernnetz für Radler und dann die Dachmarke RadlLand Bayern ins Leben gerufen. Seit 1997 unterstützt sie den Ausbau und die Förderung des Radverkehrs, um nachhaltige Mobilität in der Fläche zu stärken. Mit der Einführung des Radroutenplaners Bayern in den Jahren 2019 (Website) und 2024 (App) wurde das Angebot maßgeblich erweitert.


Optimiert und aktuell
Die Dachmarke RadlLand Bayern bündelt Informationen über den Radverkehr in Bayern. Nützliche Informationen für Radfahrer sind beschrieben und in der Karte interaktiv dargestellt. Das Referat Verkehrsmanagement ist für die technische Entwicklung von Website und App sowie den Betrieb des Radroutenplaners zuständig. In der Qualitätskontrolle werden Änderungen und Sperrungen im Radnetz zeitnah integriert.
Regelmäßige Updates sorgen für eine aktuelle Karten- und Radnetzgrundlage. Diese betreffen auch die POIs – interessante Punkte rund um ÖV-Anbindung, Freizeit, Kultur, Unterkünfte, Kulinarik und Rad-Service. Durch die enge Abstimmung mit Kommunen, Tourismusbehörden und anderen Partnern wird sichergestellt, dass Änderungen zeitnah in die Karte einfließen.

Der Radroutenplaner wird sowohl in der Web- als auch in der App-Version (Apple und Android, 2024) kontinuierlich weiterentwickelt, besonders in Bezug auf Nutzerfreundlichkeit und neue Funktionen.
In den kommenden Jahren wird das ausgeschilderte und verkehrssichere Netz für den Alltagsradverkehr vollständig in die Plattform integriert. Um die Verbindungen über die Landesgrenzen hinweg zu erleichtern, werden außerdem Informationen zu den sogenannten D-Routen (Deutschland-Routen) eingebunden. Darüber hinaus sollen neue Routingoptionen angeboten werden, die auf individuelle Nutzerpräferenzen, wie z.B. unbefestigte Wege abseits von Straßen, abgestimmt sind. Geplant ist zudem die Einführung einer Navigationsfunktion, die für alle Nutzer von großer Bedeutung sein wird. Darüber hinaus wird die Qualitätssicherung weiter optimiert, indem lokale Verantwortliche stärker in die Datenpflege eingebunden werden.
Zu diesem Zweck baut die Zentralstelle Radverkehr die bayernweite Datenbank BayRIS auf, um alle relevanten Daten zum Radverkehrsnetz Bayern durch die verantwortlichen Stellen des Freistaats und der Landkreise dezentral pflegen und zentral für alle Beteiligten vorhalten zu können.